Gentech-Moratorium: Nutzenpotenziale von Genom-Editierung wird erkannt | GFS Bern

Gentech-Moratorium: Nutzenpotenziale von Genom-Editierung wird erkannt

20.09.2021 | Tobias Keller

Eine deutliche Mehrheit unterstützt die Verlängerung des Gentechnik-Moratoriums. Kritischer und polarisierter sind die Meinungen zur Inklusion der Genom-Editierung in das Moratorium: Etwas mehr Befragte sind gegen den Einbezug in das Moratorium, wobei die Meinungsbildung sehr wenig weit fortgeschritten ist. Auch wenn der Nutzen klarer wird und positiv bewertet wird, bleiben Unsicherheiten. Das zeigt eine Studie im Auftrag von swiss-food.ch, für die gfs.bern 1'010 Schweizer Stimmberechtigte in einer Online-Umfrage befragt hat.

Obwohl die Genom-Editierung bei der Stimmbevölkerung in einer Erstbeurteilung Vorsicht hervorruft, sind sie sich doch mehrheitlich einig, dass ein generelles Verbot nicht sinnvoll sei und Einsatz-basierte Verbote oder Erlaubnisse sinnvoller seien. Hierfür sollen auch internationale Erfahrungen genutzt werden und eine Zulassung möglich sein soll, wenn sich eine genomeditierte Pflanze nachweislich nicht von einer herkömmlich gezüchteten Pflanze unterscheidet. Dennoch findet auch eine Mehrheit das weiterhin zugewartet werden könne, bis der Wissensstand besser sei.

Am meisten Zustimmung erhalten Anwendungen mit Genom-Editierung, die darauf fokussieren, dass mit Genom-editierten Pflanzen weniger Pflanzenschutzmittel oder Pestizide eingesetzt werden müssen respektive wenn dadurch einheimisches Gemüse und regionale Früchte besser geschützt werden können. Während diese Anwendungen klar überzeugen, erreicht der Anwendungsbereich auf koffeinfreien Kaffee eine mehrheitliche Ablehnung.

 

Weitere Resultate finden sich in unserem Online-Cockpit respektive im Schlussbericht.