Umfragen und Meinungsforschung: Die häufigsten Fragen und Antworten

Das gfs.bern ist auf repräsentative Umfragen und Datenanalysen spezialisiert. Hier die häufigsten Fragen zu unseren Umfragen.

gfs.bern ist Spezialist für repräsentative Umfragen in der Schweiz.

Seit der Gründung als eigenständiges Institut im Jahre 2004 hat gfs.bern über 1000 Umfragen durchgeführt. Dafür haben wir über eine Million Menschen in der ganzen Schweiz befragt.

Wer sind die Auftraggeber für repräsantive Umfragen?

Zu unseren Kunden zählen Unternehmen, Parteien und Verbände, Kantone und Nicht-Regierungsorganisationen. Viele von ihnen begleiten wir seit Jahren mit Analysen, Campaigning und weiteren Services zur Unterstützung der strategischen Kommunikation. Sie schätzen unsere ausgewiesene Expertise für öffentliche Meinung und politische Prozesse. Überdies aber auch unsere grosse Erfahrung im Umgang mit Medien, sowie unsere modernen Tools.

Einmalig oder regelmässig?

Neben einmaligen Erhebungen zu speziellen Themen führen wir auch periodische Umfragen für Kunden durch. Somit kommt zur Momentaufnahme zusätzlich die zeitliche Veränderungskomponente. Beispiele für regelmässige Erhebungen sind das Credit Suisse Sorgenbarometer, der TCS Reisebarometer oder der Bankenmonitor der Schweizerischen Bankiervereinbarung.

Face-to-Face, Telefon oder Online-Panel?

Für Umfragen greifen wir auf unseren eigenen Befragungsdienst zurück. Über 200 Mitarbeiter*Innen stehen für Face-to-Face Interviews (FtF und CAPI) und computerunterstützte Telefonumfragen (CATI) in allen Sprachregionen der Schweiz zur Verfügung. Sie sind spezialisiert auf jegliche Form von Field Research – insbesondere quantitative oder qualitative Erhebungen.

Darüber hinaus verfügen wir über ein eigenes Online-Panel mit mehreren Tausend registrierten Teilnehmern. Damit ist es uns möglich, innerhalb kürzester Zeit Online-Umfragen durchführen. Die Responszeit ist auch bei grossen Samples sehr kurz. Ob Offline- oder Online-Befragung oder ein Mix für die jeweilige Aufgabenstellung am besten ist, klären wir im Rahmen einer kostenfreien Erstberatung.

Wie lange dauert eine repräsentative Umfrage?

Von der Erstberatung bis zum Abschluss der Auswertung dauert es in der Regel ca 8 Wochen. Zunächst ermittelt das Projektteam die jeweiligen Kundenbedürfnisse. Es eruiert, welche Methoden für repräsentive Umfragen im speziellen Fall am effizientesten sind. Wir entwickeln in enger Abstimmung mit Kunden einen Fragebogen. Ahand eines Testlaufs wird dieser einem Plausibilitäts-Check unterzogen. Passt alles, geht es an die Offline- und/oder Online-Befragung. Sobald die notwendige Anzahl an Interviews erreicht ist, machen sich unsere Datenanalysten daran, die Umfrageergebnisse auszuwerten. Im Anschluss kümmert sich die Projektleitung sich um die inhaltliche und grafische Aufbereitung.

Wann ist eine Umfrage repräsentativ?

Repräsentativität ist erreicht, wenn eine Stichprobe in ihrer Zusammensetzung und Struktur relevanter Merkmale möglichst ähnlich der Grundgesamtheit ist. Hierzu setzen wir computergestütze Modelle ein. Um repräsentative Aussagen über die Deutschschweiz, die französische Schweiz und das Tessin zu erhalten, müssen genügend Menschen in dieser Sprachregion befragt werden. Bewährt haben sich rund 700 Menschen für die Deutschschweiz, ca 250 für die französische Schweiz und 50 bis 100 für das Tessin. Gesamtschweizerisch repräsentative Umfragen beinhalten also idealerweise mindestens 1000 befragte Personen.

Wie bilden wir Stichproben?

Unsere Umfrage-Experten setzen je nach Fall unterschiedliche Methoden zur Ermittlung der Stichproben ein. So zum Beispiel das Random Digit Dialing (kurz RDD). Dieses Verfahren wurde entwickelt, um der abnehmenden Qualität von Verzeichnissen mit Telefonnummern zu begegnen. Dabei wird so vorgegangen, dass keine Auswahl aus einem Verzeichnis erfolgt, sondern vielmehr Nummern nach einem systematischen Algorhythmus ausgesucht und angewählt werden. Es kommen aber auch ganz andere Verfahren zum Einsatz, wie zum Beispiel bayesianische Verfahren auf der Basis von nicht repräsentativen Stichproben oder reine Quotenstichproben zum Beispiel wenn nur Personen über 65 Jahren befragt werden sollen.

Welche Ergebnisse und Informationen werden veröffentlicht?

Prinzipiell liegt es im Ermessen des Auftraggebers einer repräsentativen Umfrage, ob er die Ergebnisse veröffentlicht oder nicht. Falls er sich für eine Publikation entscheidet, gilt der Grundsatz, dass alle Ergebnisse offengelegt werden. Die Branchenvereinigung VSMS, in der die relevanten Umfrageinstitute der Schweiz zusammengeschlossen sind, verlangt von ihren Mitgliedern ausserdem, dass sie die technischen Angaben zu den Umfragen publik machen. Meinungsforscher müssen mitteilen, wer Auftraggeber ist und wer die Umfrage verantwortet, wie die Stichprobe war, wann befragt wurde und was die statistischen Aussagegrenzen sind. Das Forschungsinstitut gfs.bern publiziert diese technischen Angaben zu allen veröffentlichten Umfragen in Kurz- oder Schlussberichten unter der Rubrik Publikationen auf der eigenen Website.

Sind Umfragen auch Prognosen?

Umfrageforschung ist Gegenwartsforschung. Ziel ist ein zuverlässiges Abbild über die aktuelle Situation. Diese Momentaufnahme genügt oft als Orientierung und als Grundlage für Entscheidungen. Eine Umfrage sagt für sich betrachtet aber nichts über die Zukunft aus. Für Aussagen über die Zukunft, also Prognosen, müssten wir – wie in der Meteorologie für die Wetterprognosen – spezielle Datenmodellierungen anwenden. Dies praktiziert das gfs.bern ausschliesslich im Zusammenhang mit Verlaufsumfragen. Also bei einer mindestens einmaligen Wiederholung ein und derselben Umfrage in einer bestimmten Periode.

Beeinflussen Umfragen Abstimmungen oder Wahlen?

Die Forschung beschäftigt sich intensiv mit möglichen Einflüssen von Umfragen bei Wahlen und Abstimmungen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die folgenden:

  • Mobilisierungs-Effekte: Demnach förderten Umfragen, speziell bei unsicherem Ausgang, die Beteiligung an der Entscheidung.
  • Defätismus-Effekt: Mobilisierung der veraussichtlichen Verlierer würde sich verringern.
  • Lethargie-Effekt: Beteiligung der angenommenen Gewinner würde sich verringern.
  • Bequemlichkeits-Effekt: Beteiligung der Unschlüssigen würde sich verringern.
  • Bandwagon-Effekt: Es käme zu einem Meinungswandel zugunsten des voraussichtlichen Gewinners.
  • Underdog-Effekt: Es käme zu einem Meinungswandel zugunsten des voraussichtlichen Verlierers.

Zahlreiche Untersuchungen wurden weltweit zu diesen theoretischen Effekten durchgeführt. Praktisch nie konnte ein tatsächlicher Effekt nachgewiesen werden.

Somit lässt sich festhalten, dass Umfragen den Ausgang von Abstimmungen oder Wahlen NICHT beeinflussen. Allerdings: Sie können Auswirkungen auf die Entscheidungen von aktiven Akteuren haben. Zum Beispiel wie sie was im Verlaufe einer Kampagne machen. Und wie sie ihre strategische Kommunikation ausrichten. Sie beeinflussen gemäss unseren Erfahrungen auch die Erwartungen, mit welchem Ausgang zu rechnen ist.

Beteiligen Sie sich anunserem Umfrage-Panel

Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, mit relevanter Sozialforschung zu gesellschaftsrelevanten Fragen aufzuklären. Mit Ihrer Mitarbeit in unserem Online-Panel unterstützen Sie uns. Gerade in der Schweizer Politik ist die Stimme aus der Bevölkerung zentral. Ihre Antworten helfen beispielsweise mit, dass die Politik bei neuen Gesetzen schon früh den Puls der Bevölkerung fühlt und kennt. Durch Ihre Teilnahme an unserem Online-Panel erhalten Sie regelmässig Einladungen für Umfragen in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kommunikation.