Kampfjetbeschaffung: Abstimmungskrimi endet mit knappem Ja

27.09.2020 | Martina Mousson

Die Frage der Erneuerung der Luftwaffe treibt die Schweiz schon länger um. Nach der Ablehnung der Beschaffung des Gripen konnten 2014 sich heute die Befürworter*innen, wenn auch hauchdünn, durchsetzen.

Die Kampfjetbeschaffung lieferte die grosse Überraschung des heutigen Abstimmungssonntages. Ein denkbar knappes Resultat: 50.1 Prozent der Stimmbürger*innen sprechen sich für die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge aus.  Die Befürworter*innen mussten lange zittern. Auch bei dieser Vorlage folgte der Meinungsverlauf nicht dem typischen Muster für eine Behördenvorlage. Er tat es bis rund drei Wochen vor der Abstimmung, danach setzte ein Mobilisierungsschub ein, welcher der Nein-Seite Aufschwung gab.

Die relativ hohe Ablehnungsquote unter Frauen, Jungen und in der Westschweiz machte diese Abstimmung zur Zitterpartie. Just diese Kreise dürften erst gegen Ende der Debatte für eine Teilnahme motiviert worden sein. Das sind namentlich die Gruppen und Regionen, in denen die Armee nicht so stark verankert ist.