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Europa Barometer 2018: Präferenz für Bilaterale

Die Priorität der Stimmberechtigten für die Bilateralen ist Ausdruck der klaren Präferenz für einen pragmatischen Weg mit der EU. Die Befragten sehen die EU heute schwächer als vor einem Jahr, aber auch die der Vermittlung der Europapolitik der Schweizer Politikerinnen und Politiker erhält von ihnen eine knapp ungenügende Note.

Europa Barometer 2018: Präferenz für Bilaterale
Im Rahmen einer Kollaboration der Credit Suisse mit dem Europa Forum Luzern erscheint zum zweiten Mal diese Sonderpublikation mit dem Schwerpunkt Europa. Die Ergebnisse des vorliegenden Europa Barometers basieren auf den Daten des Sorgenbarometers 2018, das seit 1976 im Auftrag der Credit Suisse erhoben wird. Für das Sorgenbarometer wurden 2551 Personen in der ganzen Schweiz repräsentativ befragt. Die Fragen zum Europa Barometer gingen an 1579 Personen.

 

Dabei fällt erneut die klare Präferenz für die Bilateralen auf. Eine klare Mehrheit von über 80 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer findet stabile Beziehungen zur EU einerseits und die bilateralen Verträge andererseits wichtig. Diese Mehrheit besteht dabei sowohl über die Partei- als auch die Sprachgrenzen hinweg gleichermassen.

 

Trotz der unbestrittenen Wichtigkeit ist die Beziehung des Schweizer Stimmvolkes zur EU von Pragmatismus geprägt. Die EU wird in ihrer heutigen Form auch eher als spaltendes Bürokratieprojekt denn als einigendes Friedensprojekt wahrgenommen. Im Vordergrund stehen ökonomische und nicht ideologische Überlegungen.

 

In den Augen der Stimmberechtigten steht die EU heute auch schwächer da als noch vor einem Jahr. Das Ringen um eine gemeinsame Strategie im Umgang mit Migration, die fehlende ökonomische Stabilität einiger Mitgliedsländer, Kritik an den Institutionen der EU und das Aufkommen populistischer Parteien hinterlassen ihre Spuren.

 

Verbesserungspotenzial in der Schweiz sehen die Stimmberechtigten in der Art und Weise, wie EU-Fragen von nationalen Politikerinnen und Politikern vermittelt und umgesetzt werden. Könnten die Schweizerinnen und Schweizer eine Schulnote vergeben, wäre diese knapp ungenügend: Im Durchschnitt erhält die Politik die Note 3.9 dafür, wie der Bevölkerung die Bedeutung der Europapolitik erklärt wird. Genau dieselbe Note wird bei der Frage vergeben, wie ernst die Schweizer Politik die Bevölkerung bei der Umsetzung der Europapolitik nimmt. 

 

 

 

Kunde
Credit Suisse
Zitierweise
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Auszug aus der Forschungsarbeit von gfs.bern"
Erhebungsart
Face-to-Face
Realisierte Interviews
2551
Vertrauensintervall für Gesamtstichprobe
±2.0 Prozent
Quotenmerkmale
Zufallsauswahl der Orte, Quotenauswahl der Befragten
Gewichtung nach
Geschlecht, Alter, Sprache, Partei
Hauptautor
Team
  • Noah Herzog
  • Katrin Wattenhofer
  • Daniel Bohn
Mixed-Mode
 
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