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eHealth auf dem Weg von der Theorie zur Praxis
Seit 2009 wird im Rahmen der InfoSocietyDays das eHealth Barometer erstellt. Dabei wird dem aktuellen Stand und der Entwicklung von eHealth in der Schweiz auf den Grund gegangen. Befragt werden dafür Ärztinnen und Ärzte, IT-Verantwortliche in Spitälern, Apotheker und Apothekerinnen, Verantwortliche von Alters- und Pflegeheimen, eHealth-Verantwortliche in Kantonen und IT-Verantwortliche in Kantonalverbänden von Curaviva. 2013 kam zusätzlich zur Befragung der Gesundheitsakteure eine Erhebung bei Schweizer Stimmberechtigten hinzu.
eHealth auf dem Weg von der Theorie zur Praxis

Die Haupterkenntnisse der beiden Studien sind:

  • Innerhalb der letzten zwölf Monate haben die elektronische Aufzeichnung von Gesundheitsdaten und der routinemässige interne Austausch solcher Daten zugenommen. Im Vorjahr zeigten die verschiedenen Indikatoren trotz verbreitetem Einsatz von IT im Gesundheitswesen noch eine wenig systematische Vernetzung von Spitälern, Alters- und Pflegeheimen, Ärzteschaft oder Apotheken. Die Vernetzung innerhalb der eigenen Gesundheitsorganisation ist innerhalb der letzten zwölf Monate angestiegen. Der Empfang von Daten von ausserhalb der eigenen Institution und der Austausch solcher Daten mit externen Akteuren findet dagegen weniger routinemässig statt und stagniert seit dem Vorjahr auf tiefem Niveau.
  • In den letzten zwölf Monaten ist das Interesse der Gesundheitsfachpersonen an eHealth gestiegen. Die Stimmberechtigten interessieren sich ebenfalls grossmehrheitlich für Gesundheitsthemen. Mit 21 Prozent Bekanntheit ist das elektronische Patientendossier bei Stimmberechtigten das drittbekannteste von neun abgefragten elektronischen Gesundheitsangeboten. Das elektronische Patientendossier ist damit im Schweizer Stimmvolk bekannter als der Begriff "eHealth". Noch fehlt es den meisten Stimmberechtigten an konkreten Erfahrungen mit eHealth und dem elektronischen Patientendossier.
  • Eine breite Kontroverse über das elektronische Patientendossier ist bisher nicht erkennbar. Alle befragten Akteure aus dem Gesundheitswesen und auch die Stimmberechtigten, stehen mehrheitlich hinter der Einführung des elektronischen Patientendossiers. Allerdings nimmt der Anteil der Stimmberechtigten zu, der genauer über die Regeln von eHealth Bescheid wissen will. Wir gehen von einem steigenden Informationsbedürfnis und einem Wunsch nach Transparenz aus.
  • Der Entwurf des Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier sieht die Bildung von Gemeinschaften vor. Die Befragten würden am ehesten innerhalb der eigenen Berufsgruppe solche Gemeinschaften bilden.
  • Nebst der noch wenig fortgeschrittenen Vernetzung mit Gesundheitsakteuren ausserhalb der eigenen Institution schätzt man auch den Stand der koordinierten Versorgung zwischen Gesundheitsakteuren gering ein. Fortschritte hinsichtlich der Koordination der medizinischen Versorgung entlang der gesamten Behandlungskette sind offenbar nur schwer erzielbar. eHealth wird aber mehrheitlich als wichtiges Instrument gesehen um solche Fortschritte zu erzielen.
Kunde
InfoSocietyDays
Zitierweise
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Auszug aus der Forschungsarbeit von gfs.bern"
Grundgesamtheit
Stimmberechtigte/Ärzte, IT-Verantwortliche in Spitälern, Apotheker, Verantwortliche in Alters- und Pflegeheimen, IT-Verantwortliche in Kantonen, IT-Verantwortliche in Kantonalverbänden von Curaviva
Hauptautor
Co-Autoren
  • Carole Gauch
Team
  • Cloé Jans
  • Meike Müller
  • Stephan Tschöpe
  • Philippe Rochat
  • Johanna Lea Schwab
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