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Publikation Credit Suisse Sorgenbarometer 2018
Obwohl Migrationsfragen zentral bleiben, verschiebt sich der Fokus der Sorgenwahrnehmung weiter auf die Innenpolitik: Die Altersvorsorge und das Gesundheitswesen stehen ganz zuoberst auf der Problemliste der Bevölkerung. Wichtiger als in Vorjahren bewertet werden zudem der Umweltschutz sowie die Lohnthematik und die neue Armut.
Publikation Credit Suisse Sorgenbarometer 2018

Das Credit Suisse Sorgenbarometer 2018 zeigt auf, dass die Altersvorsorge sowie die Themen Gesundheit und Krankenassen in den Augen der Bevölkerung dieses Jahr die grössten Probleme des Landes darstellen. Insgesamt zählen 45 respektive 41 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer diese beiden Problembereiche zu den 5, die ihnen die meisten Sorgen bereiten. Obwohl Flüchtlings- und Migrationsfragen weiterhin wichtig sind, setzt sich die bereits 2017 beobachtbare Verschiebung der Sorgenwahrnehmung hin zu stärker innenpolitisch getriebenen Themen dieses Jahr weiterhin fort. Im Fokus stehen zudem auch der Umweltschutz sowie die Auswirkung der allgemeinen Wirtschaftslage auf das Individuum (Lohn, Armut).

Mit einem Plus von 15 Prozentpunkten hat das Thema Gesundheit/Krankenkassen gegenüber dem Vorjahr am stärksten zugelegt. Am meisten an Wichtigkeit eingebüsst hat stattdessen die Frage der Arbeitslosigkeit/Jugendarbeitslosigkeit, traditionell eine der Top Sorgen über die letzten Jahre.

Zu dieser Entwicklung beitragen dürfte auch die grundsätzlich positive Beurteilung der Wirtschaftslage. Diese stufen deutlich mehr als auch schon als gut im Vergleich zum Ausland ein (95%). Während die allgemeine ökonomische Situation des Landes als positiv beurteilt wird, macht sich aber bei den Auswirkungen auf die persönliche Situation eine erhöhte Problemwahrnehmung bemerkbar: Mehr Schweizerinnen und Schweizer empfinden neue Armut als ein Problem und auch die Lohnfrage bereitet Sorgen. Heute ordnen sich 23 Prozent dem unteren Teil der Gesellschaft zu.

Die Schweizer vertrauen ihren Institutionen wie kaum ein anderes Volk. 61 % vertrauen dem Bundesrat. Die grössten Verlierer in der Vertrauensrangliste sind das Internet und Gratiszeitungen (beide minus 19 Prozentpunkte), gefolgt von der EU (minus 16 Prozentpunkte) und politischen Parteien (minus 13 Prozentpunkte). Das gesunkene Vertrauen in die Parteien ist auch vor dem Hintergrund zu sehen, dass die Lösungs- und Konsensfindung gerade im Bereich der Altersvorsorge und der Gesundheit zunehmend schwierig ist, die Leute von der Politik aber Lösungen erwarten. Die Umfrage zeigt aber auch, dass die Befragten die Hauptsorge AHV/Altersvorsorge als gesamtgesellschaftliches Problem betrachten. 86 % der Schweizerinnen und Schweizer sind der Meinung, dass alle einen Beitrag zur Sicherung der Vorsorge leisten müssen.

Kunde
Credit Suisse AG
Zitierweise
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Auszug aus der Forschungsarbeit von gfs.bern"
Hauptautor
Team
  • Aaron Venetz
  • Noah Herzog
  • Katrin Wattenhofer
  • Daniel Bohn
 
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