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Nachanalyse Staatsvertrag Fusion Spitäler Basel
Am 10. Februar 2019 haben die Stimmberechtigten von Basel-Stadt und Basel-Landschaft über einen Staatsvertrag zur Fusion der Kantonsspitäler und Änderung deren gesellschaftsrechtlichen Organisation hin zu einer Aktiengesellschaft abgestimmt. Die Vorlage wurde im Kanton Basel Stadt mit 56% Nein abgelehnt.
Nachanalyse Staatsvertrag Fusion Spitäler Basel

Gescheitert ist die Vorlage auf einer strukturellen Ebene an einer unheiligen Allianz zwischen Linksgrün und Rechtskonservativ, welche durch das bürgerliche Ja zu wenig stark kontrastiert werden konnte.

 

Gescheitert ist die Vorlage auf einer inhaltlichen Ebene an der Vorstellung, dass der Kanton Baselland durch die Standortwahl und die unterschiedliche Beteiligung am Eigenkapital zu stark profitiert, wie auch an direkter Kritik an der gewählten Rechtsform AG. die Benachteiligung von Privatspitäler durch das neue kantonsübergreifende Spital spielte hingegen nur am Rande eine Rolle.

 

Nicht gescheitert ist die Vorlage an einer inhaltlichen Überforderung. Die Stimmberechtigten des Kantons Basel Stadt empfanden die Entscheidfindung tendenziell leicht und fühlten sich mehrheitlich im richtigen Umfang informiert.

 

Schlussendlich wollten die Stimmberechtigten des Kantons Basel Stadt mit ihrem Entscheid keinen Schlussstrich unter das Vorhaben ziehen. Eine deutliche Mehrheit wünscht sich auch weiterhin Kooperationen mit Baselland in Bezug auf die Gesundheitsversorgung und kann sich knappmehrheitlich auch vorstellen, noch einmal über eine Fusion abzustimmen - sofern zwei gleichberechtigte kantonale Partner fusionieren.

Kunde
Gesundheitsdepartement des Kantons Basel-Stadt
Zitierweise
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Auszug aus der Forschungsarbeit von gfs.bern"
Grundgesamtheit
Stimmberechtigte des Kantons Basel-Stadt
Herkunft der Adressen
RDD
Art der Stichprobenziehung
RDD-Dualframe
Erhebungsart
CATI
Befragungszeitraum
19.3.2019 - 8.4.2019
Realisierte Interviews
1000
Vertrauensintervall für Gesamtstichprobe
+/- 3.2%
Quotenmerkmale
Alter/Geschlecht interlocked
Gewichtung nach
Bildung, Parteiaffinitität, Teilnahmen Urnengang, Stimmabgabe
Hauptautor
Co-Autoren
  • Petra Huth
  • Alexander Frind
 
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