Anmelden
DE  Ι  FR  Ι  EN
Publikationen
Vorabstimmungsanalyse zur eidg. Abstimmung vom 28. Februar 2016
Erste Trendstudie im Auftrag der SRG SSR
Vorabstimmungsanalyse zur eidg. Abstimmung vom 28. Februar 2016

Wäre bereits am 12. Januar 2016 über die vier Vorlagen der eidgenössischen Volksabstimmung vom 28. Februar 2016 entschieden worden, wären die Zweite Gotthard-Röhre und die Volksinitiative gegen Heiratsstrafe angenommen worden. Knapp mehrheitlich ist die aktuelle Zustimmungsbereitschaft zur Durchsetzungsinitiative, knapp nicht der Fall ist das bei der Spekulationsstopp-Initiative. Die Beteiligung hätte bei 48 Prozent gelegen. Ein Anwachsen der Teilnahme käme vor allem der Durchsetzungsinitiative zu Gute. Es ist bei einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit ein statistischer Unsicherheitsbereich von rund 3 Prozentpunkten plus/minus mitzudenken.

 

Für den Zeitpunkt fortgeschritten ist die Meinungsbildung zur Durchsetzungsinitiative, eher fortgeschritten ist sie zur Zweiten Gotthardröhre. Ein erst mässig ausgeprägtes Meinungsbild finden wir bei der Initiative gegen die Heiratsstrafe und zwar primär weil Stimmentscheide in der Umfrage wenig argumentativ gestützt ausfallen. Deutlich zurück bleibt die Meinungsbildung zur Initiative gegen Nahrungsmittelspekulation. Hier verfügen viele Befragte erst über tendenzielle Meinungen, es finden sich noch relativ viele Unentschlossene und die Prädisponierung ist aufgrund der Neuigkeit des Themas und der Komplexität schwach.

 

Je weiter die Meinungsbildung fortgeschritten ist, desto eher kann man, in Kombination mit den musterhaften Verläufen bei Volksinitiativen und Behördenvorlagen, eine Schätzung zum Ausgang machen. Diese legt bei der Initiative gegen Nahrungsmittelspekulation (aufgrund des tiefen Startwerts) ein Nein nahe. Bei der Zweiten Gotthardröhre ist ein Ja wahrscheinlicher als ein Nein, ein Nein kann aber frühestens bei vorliegen der Daten der zweiten Umfrage mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Die Initiative gegen die Heiratsstrafe startet auf hohem Niveau, so dass der Ausgang hier offen gelassen werden muss. Hier wird der Abstimmungskampf Bewegung ins Meinungsbild bringen, die Frage ist allerdings wie viel. Und auch der Ausgang der Durchsetzungsinitiative muss vorerst als offen taxiert werden, weil Mobilisierungseffekte den Ausgang relevante mitbestimmen.  

Kunde
SRG SSR
Zitierweise
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Auszug aus der Forschungsarbeit von gfs.bern"
Grundgesamtheit
Stimmberechtigte in der ganzen Schweiz
Herkunft der Adressen
Telefonverzeichnis (gepoolt)
Geschichtet nach
Sprachregionen
Erhebungsart
CATI
Befragungszeitraum
11.01.2016 - 15.01.2016
Realisierte Interviews
1213
Vertrauensintervall für Gesamtstichprobe
± 2.9 Prozentpunkte (95 %-Vertrauensintervall bei 50 %/50 %-Verteilung)
Quotenmerkmale
Geschlecht/Alter interlocked
Gewichtung nach
Sprache, Parteiaffinität, Recall
Hauptautor
Co-Autoren
  • Martina Mousson
Team
  • Stephan Tschöpe
  • Johanna Lea Schwab
  • Marcel Hagemann
  • Sabrina Schüpbach
  • andere Mitwirkende
Martina Imfeld
 
Facebook
Twitter
Mail

Please login or register to post comments.