Anmelden
DE  Ι  FR  Ι  EN
Publikationen
Food Waste: Problem bekannt – aber nicht verankert
Studie im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt BAFU, April/Mai 2014
Food Waste: Problem bekannt – aber nicht verankert

Grundsätzlich hat die dezidierte Mehrheit der Schweizer EinwohnerInnen einen direkten Bezug zur Verarbeitung von Lebensmitteln. Sie entscheiden mehrheitlich selber, was eingekauft wird und kaufen dies oft auch selber ein.

 

Dabei zeigen sich drei unterschiedliche Verhaltenstypen:

  • Der erste Verhaltenstyp entscheidet nach dem Lustprinzip und entscheidet spontan im Laden. Bei diesem Verhaltensmuster ist die Gefahr von Food Waste strukturell am grössten.
  • Der zweite Verhaltenstyp legt grossen Wert auf Frischprodukte, prüft aber bei der Einkaufsplanung den Inhalt des Kühlschrankes. Dieser Typ ist mit Abstand der meistverbreitete.
  • Der dritte Verhaltenstyp legt verstärkt Wert auf lange Haltbarkeit von Lebensmitteln oder auf ideale Packungsgrössen. Dieser Typ ist am wenigsten verbreitet.

 

Die Schweizer EinwohnerInnen äussern mehrheitlich eine mehr oder weniger stark ausgeprägte individuelle Sicherheit, was die Lagerung von Frischprodukten betrifft. Bei der Beurteilung der Haltbarkeit von Nahrungsmitteln stützen sie sich mehrheitlich auf das Aussehen und das Haltbarkeitsdatum, weniger auf den Geruch oder Geschmack. Die Kenntnisse der Haltbarkeitsdaten sind lückenhaft: Einerseits finden sich bei der Bezeichnung "zu verbrauchen bis" sichtbar Personen, die dies hauptsächlich als Richtwert verstehen. Andererseits finden sich bei der Bezeichnung "mindestens haltbar bis" wiederum Personen, welche dies als strikte Grenze sehen.

 

Food Waste ist in der Eigenwahrnehmung hauptsächlich ein Problem der Anderen: Selbst gehen die Befragten davon aus, dass bei ihnen nur wenige Lebensmittel im Abfall landen, während man mit Blick auf die Schweiz als Ganzes von einem relativ hohen Anteil an Food Waste ausgeht. So geht auch nur die Minderheit davon aus, dass Privathaushalte die Hauptverursacher von Lebensmittelabfällen darstellen, während eine Mehrheit einen anderen Akteur aus der Produktionskette in der Vordergrund stellt.

Kunde
Bundesamt für Umwelt BAFU
Zitierweise
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Schlussbericht Food Waste 2014 von gfs.bern im Auftrag des BAFU"
Grundgesamtheit
Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz ab 15 Jahren
Herkunft der Adressen
Telefonverzeichnis der Swisscom (gepoolt)
Art der Stichprobenziehung
random-quota mit Geburtstagsmethode
Geschichtet nach
Sprachregion
Erhebungsart
CATI
Befragungszeitraum
28.04.2014 - 10.05.2014
Realisierte Interviews
1017
Vertrauensintervall für Gesamtstichprobe
± 3.1 Prozentpunkte bei 50/50 und 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit
Quotenmerkmale
Alter/Geschlecht interlocked
Gewichtung nach
Sprachregion und Einordnung Links-Rechts
Hauptautor
Co-Autoren
  • Carole Gauch
Team
  • Jonas Philippe Kocher
  • Cloé Jans
  • Meike Müller
  • Stephan Tschöpe
  • Philippe Rochat
  • Johanna Lea Schwab
 
Facebook
Twitter
Mail

Please login or register to post comments.