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Zweite Befragung "Zukunft Bilaterale"
Nachdem die Interpharma das Forschungsinstitut gfs.bern bereits im Februar dieses Jahres mit der Durchführung einer Befragung zu den Themen "Bilaterale und Zuwanderung" betraut hatte, war dies im Oktober erneut der Fall.
Zweite Befragung "Zukunft Bilaterale"

Die Haupterkenntnisse der Studie sind:


  • Nach wie vor überwiegen für Schweizer Stimmberechtigte die Vor- über die Nachteile der bilateralen Verträge mit der EU, allerdings weniger deutlich als noch vor acht Monaten. Dabei nahm der Anteil der Personen mit einer reinen Vorteilssicht zu Gunsten derjenigen ab, die zugleich Vor- als auch Nachteile der Bilateralen sehen.
  • Fragt man die Schweizer Stimmberechtigten allerdings direkt nach Vor- und Nachteilen der bilateralen Verträge mit der EU, gibt es wenig themenrelevante Kritik: Man sieht klar mehrheitlich die Vorteile der Bilateralen für die Wirtschaft, den Exportmarkt und den Zugang zu Bildungs- und Forschungsprogrammen.
  • Die aktuellen Bilateralen bleiben das einzige mehrheitsfähige Szenario für die Beziehungen zur EU. Weder ein Ausbau (Weiterentwicklung in Form eines institutionellen Rahmenabkommens, EWR- oder EU-Beitritt) noch ein Abbau in der Zusammenarbeit mit der EU (Alleingang der Schweiz) wird mehrheitlich gutgeheissen.
  • Müssten sich die Schweizer Stimmberechtigten zwischen einer wortgetreuen Umsetzung der Initiative gegen Masseneinwanderung und den bilateralen Verträgen mit der EU entscheiden, würde nur eine klare Minderheit die wortgetreue Umsetzung vorziehen. Auch wenn diese zu einer Kündigung der bilateralen Verträge mit der EU führen würde.
  • An der eigentlichen Haltung zur Initiative gegen Masseneinwanderung hat sich wenig geändert. Nach wie vor würde die Abstimmung knapp ausgehen.
  • Migrationsfragen erscheinen heute nicht mehr unter dem Fokus der Zuwanderung generell, sondern unter dem Fokus der Flüchtlingsbewegungen im Speziellen. Mit diesen "Flüchtlingsströmen" werden von 49 Prozent der Schweizer Stimmberechtigten eher (40%) oder ausschliesslich (9%) negative Folgen in Verbindung gebracht.

Die Ergebnisse der Studie zur Befragung "Zukunft Bilaterale" vom Oktober 2015 basieren auf einer repräsentativen telefonischen Befragung. Insgesamt wurden 2'525 Stimmberechtigte aus der ganzen Schweiz von gfs.bern mittels eines Random Digit Dialing (RDD)/Dualframe-Verfahrens via Festnetz und Handy befragt. Die Befragung wurde zwischen dem 19. und 31. Oktober 2015 durchgeführt.
Client
Interpharma
Mode de citation
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Auszug aus der Forschungsarbeit von gfs.bern"
Population
Stimmberechtigte der Schweiz, die einer der drei Landessprachen, Deutsch, Französisch oder Italie-nisch, mächtig sind
Origine des adresses
Stichprobenplan nach Gabler/Häder für RDD/Dual Frame Verwendung der Swiss-Interview-Liste
Méthode d'échantillonnage
Random-Quota; Geburtstagsmethode im Haushalt
Mode de relevé
CATI
Befragungszeitraum
19. Oktober 2015 - 31. Oktober 2015
Interviews effectués
2525
Intervalle de confiance pour la totalité de l'échantillon
± 2.0 Prozentpunkte bei 50/50 (und 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit)
Caractéristiques des quotas
Sprache, Alter/Geschlecht interlocked, Festnetz und Handy
Pondération selon
Dualframe-Gewichtung, Designgewichtung nach Sprachregion, zusätzliches Redressement nach Alter/Geschlecht interlocked, Siedlungsart, Parteibindung und Stimmverhalten zur Initiative gegen Masseneinwanderung, jeweils pro Sprachregion
Autor principal
Co-auteurs
  • Carole Gauch
Équipe
  • Jonas Philippe Kocher
  • Stephan Tschöpe
  • Johanna Lea Schwab
  • Aaron Venetz
  • Marcel Hagemann
  • Sabrina Schüpbach
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