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Reformbedarf ungebrochen, Ansätze vorsichtig wohlwollend beurteilt
Die Industrie- und Handelskammer Thurgau beauftragte das Forschungsinstitut gfs.bern mit der Durchführung einer Bevölkerungsbefragung zu spezifischen Vorschlägen zur Reformierung der Schweizer Altersvorsorge. Die Studie soll generelle Akzeptanzwerte für die Vorschläge messen und diese argumentativ verorten.
Reformbedarf ungebrochen, Ansätze vorsichtig wohlwollend beurteilt

Insgesamt hat sich die Problemwahrnehmung zur Altersvorsorge in den letzten drei Jahren wesentlich verändert. Augenscheinlich macht den Schweizer Stimmberechtigten der generelle Blick in die Zukunft anwachsend Bauchschmerzen. 89% aller Schweizer Stimmberechtigten erachten den Reformbedarf zumindest bei der AHV als eher bis sehr dringend, während nur gerade 9% keine Dringlichkeit erkennen. Insgesamt scheint damit eine vorhandene Problemsicht als Basis für eine Reform an sich nach wie vor vorhanden.


Grundsätzlich bevorzugen die Schweizer Stimmberechtigten aktuell Reformmodelle, welche auf höheren Beiträge beruhen. Vorstellbar sind dabei sowohl grundsätzlich höhere AHV-Beiträge, höhere Mehrwertsteuerabgaben oder Mischformen davon – allenfalls auch in Kombination mit einem späteren Pensionsalter.


Alle anderen grundsätzlichen Vorschläge polarisieren in der Bevölkerung sichtbar und haben aktuell keine Mehrheit. Am knappsten abgelehnt werden Rentenalter 66 oder 67 mit Flexibilisierung, während sowohl die Schuldenbremse, wie auch eine generelle Rentensenkung relativ deutlich verworfen wird.

 

Bezeichnend ist insbesondere, dass die beiden meistgeteilten Vorschläge, Frauenrentenalter 65 und Erhöhung Mehrwertsteuer um 1.9% sowohl im (rechts-) bürgerlichen Lager, aber auch auf linker Seite mehrheitlich geteilt werden.


Eine knappe Mehrheit kann der konkrete Vorschlag hinter sich scharen, dass für Frauen und Männer das Rentenalter bis 2032 pro Jahr um 1-2 Monate erhöht wird, bis beide Geschlechter ab 2032 ein Pensionsalter von 66 Jahren aufweisen.

 

Aktuell sprechen sich 51% aller Stimmberechtigten für einen solchen Vorschlag aus, während 47% der Stimmberechtigten dagegen eintreten.

 




 

 

Dokumente

Kunde
IHK Thurgau
Zitierweise
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Auszug aus der Forschungsarbeit von gfs.bern"
Grundgesamtheit
Stimmberechtigte
Herkunft der Adressen
Online-Panel
Art der Stichprobenziehung
random quota
Erhebungsart
Online
Befragungszeitraum
25. Mai 2018 - 11. Juni 2018
Realisierte Interviews
1'336
Vertrauensintervall für Gesamtstichprobe
+/- 3.0 Prozentpunkte bei 50:50
Quotenmerkmale
Sprachregion, Alter/Geschlecht interlocked
Gewichtung nach
Designgewichtung nach Sprache und Kanton, Redressment entlang von Alter/geschlecht und Parteiaffinität
Hauptautor
Team
  • Jonas Philippe Kocher
  • Stephan Tschöpe
  • Aaron Venetz
  • Alexander Frind
  • Daniel Bohn
 
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