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Bilaterale: Verbindliche gemeinsame Streitschlichtung gewünscht
Im Auftrag der Interpharma führte das Forschungsinstitut gfs.bern eine fünfte Studie in der Projektreihe "Bilaterale und Zuwanderung" durch. Hauptziel dieser Reihe ist, das Meinungsbild der Schweizer Stimmberechtigten rund um die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU auszuleuchten.
Bilaterale: Verbindliche gemeinsame Streitschlichtung gewünscht
Die Haupterkenntnisse der fünften Befragung können wie folgt zusammengefasst werden:


  • Aktuell sehen 49% aller Schweizer Stimmberechtigten in den Verträgen hauptsächlich Vorteile, während sichtbar geschrumpfte 18% eine gegenteiligen Sicht einnehmen. Angewachsen ist im Gegenzug die Gruppe, welche Vorteile und Nachteile in der Balance sieht. Insgesamt ist damit das Bild zu den Bilateralen 2018 positiver als noch vor einem Jahr. 
  • Die Ansichten, dass die Bilateralen Verträge der Schweizer Wirtschaft den Zugang zum wichtigsten Exportmarkt und zu Bildungs- und Forschungsprogrammen der EU sichern, stossen auf einen deutlichen und stark angewachsenen Sukkurs. Sichtbar mehrheitlich betont werden auch die Ansichten, dass wir auf ausländische Fachkräfte angewiesen sind und die Bilateralen uns zu Wohlstand verhelfen.
  • Auf Basis der mehrheitlichen Betonung von wirtschaftlichen Vorteilen und leichter Erosion von gesellschaftlichen Nachteilen entstehen leicht veränderte Schwerpunktsetzungen gegenüber der Weiterentwicklung der Bilateralen Verträge. So beobachten wir eine ausgesprochen breite Zustimmung zur Ansicht, dass ein Verfahren zur Streitbelegung in Sachen Bilaterale Verträgen zentral ist. Nur gerade 10% melden bei einer solchen generellen Ansicht Kritik an. Ebenfalls mehrheitlich findet sich ein Wunsch nach Mitsprache, aber auch Verbindlichkeit in der Anpassung von Normen an neue technische Entwicklungen..
  • Nach wie vor deutlich nicht mehrheitsfähig wäre eine Volksinitiative zur Kündigung des Personenfreizügigkeitsabkommens (PFZ). 
  • Weniger klar ist die Situation bei der Selbstbestimmungsinitiative. Der Widerstand gegen die Initiative ist leicht erodiert, während die Befüworterinnen marginal zulegen konnten. Beide Seiten sind nun ungefähr gleich stark, mit einem marginalen Vorteil für die Initiativgegnerschaft.

 

Die Ergebnisse der fünften Befragung in der Projektreihe "Zukunft Bilaterale" basieren auf einer repräsentativen Befragung von 2'500 Stimmberechtigten der Schweiz. Die Befragung wurde zwischen dem 9. März und dem 13. April 2018 mittels computer­unterstützten Telefoninterviews (CATI) durchgeführt. Befragt wurde anhand eines Random Digit Dialing (RDD)/Dualframe-Verfahrens via Festnetz und Handy.

Kunde
interpharma
Zitierweise
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Auszug aus der Forschungsarbeit von gfs.bern"
Grundgesamtheit
Stimmberechtigte
Herkunft der Adressen
Stichprobenplan Gabler/Häder für RDD/Dual-Frame
Art der Stichprobenziehung
Random-Quota; Geburtstagsmethode im Haushalt
Erhebungsart
CATI
Befragungszeitraum
9. März 2018 - 13. April 2018
Realisierte Interviews
2'500
Vertrauensintervall für Gesamtstichprobe
±2.0 Prozentpunkte für 50/50
Quotenmerkmale
Sprache, Alter/Geschlecht interlocked, Festnetz und Handy
Gewichtung nach
Dualframe-Gewichtung, zusätzliches Redressment nach Partei und Recall
Hauptautor
Team
  • Jonas Philippe Kocher
  • Stephan Tschöpe
  • Aaron Venetz
  • Alexander Frind
  • Noah Herzog
  • Katrin Wattenhofer
  • Daniel Bohn
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