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Fortsetzung bilaterale Verträge klar erste Priorität für Schweizerinnen und Schweizer
Fortsetzung bilaterale Verträge klar erste Priorität für Schweizerinnen und Schweizer
Die Fortsetzung der bilateralen Verträge wünschen sich 48 Prozent in erster und 12 Prozent in zweiter Priorität. Alle anderen Alternativen geniessen weniger Zustimmung.

Während die Zugehörigkeit zur Schweiz als Nation so hoch ist wie noch nie, fehlt den Stimmberechtigten eine europäische Identität. Die Verbindung mit Europa und der EU ist nicht emotionaler, sondern pragmatisch-ökonomischer Natur. Die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative (MEI) kann als Plebiszit für die Unabhängigkeit interpretiert werden, die bilateralen Verträge wollen die Stimmbürgerinnen und -bürger aber dennoch nicht gefährdet sehen.

Gerade auch in Zeiten, in denen die bilateralen Verträge stark unter Druck standen, wie während der Debatte um die Umsetzung der MEI, stellten sich die Schweizerinnen und Schweizer klar hinter das Vertragswerk. Die Personenfreizügigkeit ist mit den bilateralen Verträgen untrennbar verbunden. Gerade in diesem Bereich äussert sich die Schweiz aber skeptischer. Eine klare Mehrheit befürwortet die Kontrolle der Zuwanderung über Kontingente. Der offene Zugang zu ausländischen Märkten wird allerdings mit ebenso grosser Mehrheit als wichtiges politisches Ziel gesehen.

Im Rahmen einer Kollaboration der Credit Suisse mit dem Europa Forum Luzern erscheint zum ersten Mal diese Sonderpublikation mit dem Schwerpunkt Europa. Die Ergebnisse des vorliegenden Europa Barometers basieren auf den Daten des Sorgenbarometers 2017, das seit 1976 im Auftrag der Credit Suisse erhoben wird.