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1:12-Initiative: Lange Debatte, lange Kampagne, absehbar deutliches Nein
Autor: Lukas Golder - Kategorie(n): [Politik]
Das Problem war zwar dasselbe wie bei der Minder-Initiative, aber die Rezepte waren nicht die gleichen. In der Kampagne gegen die 1:12-Initiative gelang es früh, eine Problematisierung der 1:12-Initiative zu erreichen. Damit galt die Initiative ordnungspolitisch als falsch formuliert und die Kosten einer Annahme kamen zunehmend in den Fokus. Das Resultat war eine starke Polarisierung zwischen Links und Rechts und die Initiative scheiterte in ähnlich hohem Ausmass wie viele linke Initiativen. Rechte lehnten die 1:12-Initiative sehr deutlich ab. Das ist ein klarer Unterschied zur Minder-Initiative, wo ein letztlich rechtes Rezept sehr viel Zuspruch von Links erhielt. Zudem gelang es der damals hoch emotionalen Kampagne kaum, eine Wahrnehmungsverschiebung weg vom Problem der hohen Löhne- hin zu den Problemen der Minder-Initiative zu erreichen.
 
Die Meinungsbildung in den letzten Wochen war viel weniger dynamisch als bei den anderen beiden Vorlagen. Die lange Debatte hatte früh eine Meinungsbildung gegen die Vorlage ausgelöst und die letzten Wochen verstärkten den Trend nur noch leicht. Die Unentschiedenen entscheiden sich in diesem Fall des Meinungsaufbaus Richtung mit grosser Wahrscheinlichkeit auch für das Nein.
 
 
 
Regionales Muster bekräftigt Links-Rechts-Polarisierung
Zwischen der Positionierung der Kantone auf der indexierten Links-Rechts-Achse (gemäss politischem Atlas der Schweiz - sotomo)  und dem Ja-Anteil bei der 1:12 Initiative existiert ein aussergewöhnlich starker Zusammenhang. Die Polarisierung auf dieser Achse gelang im Verlauf der Kampagne demnach fast idealtypisch.
 
 
 


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