1. SRG-Trendumfrage zur eidg. Abstimmung vom 14. Juni 2026

08.05.2026 | im Auftrag der SRG SSR

Stimmbeteiligung 50% | Pattsituation bei der Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz»,  knappe Mehrheit für die Änderung des Zivildienstgesetzes

Wäre bereits am 26. April 2026 abgestimmt worden, wäre die Änderung des Zivildienstgesetzes angenommen worden. Bei der Nachhaltigkeitsinitiative hätte hingegen eine Pattsituation bestanden.

Die Meinungsbildung zu den beiden Vorlagen ist in dieser frühen Phase des Abstimmungskampfs unterschiedlich weit fortgeschritten. Bei der Nachhaltigkeitsinitiative der SVP präsentiert sie sich vergleichsweise gefestigt: 79 Prozent der Teilnahmewilligen geben eine feste Stimmabsicht für oder gegen die Vorlage an. Weniger weit fortgeschritten ist die Meinungsbildung bei der Änderung des Zivildienstgesetzes. Hier äussern erst 57 Prozent der Teilnahmewilligen eine feste Meinung dafür oder dagegen. Auch die argumentative Untermauerung der Stimmentscheide ist zu Beginn der Hauptkampagne bei der Nachhaltigkeitsinitiative der SVP bereits klar erkennbar. Bei der Änderung des Zivildienstgesetzes bleibt sie dagegen noch weniger ausgeprägt.

Die Stimmbeteiligung liegt mit 50 Prozent bereits in dieser frühen Phase über dem langjährigen Durchschnitt von 47,1 Prozent zwischen 2011 und 2024 gemäss BFS.

Diese Befunde stellen eine Momentaufnahme zu Beginn der Hauptkampagnenphase dar und sind nicht als Prognose zu verstehen.

Stimmabsichten Abstimmung 14. Juni 2026

Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz»

Die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» startet mit ausgeglichenen Stimmabsichten in den Abstimmungskampf: Je 47 Prozent der teilnahmewilligen Stimmberechtigten wollen aktuell bestimmt oder eher Ja respektive Nein stimmen. Die Meinungsbildung ist bereits weit fortgeschritten und folgt vor allem politischen Konfliktlinien. Inhaltlich stehen Sorgen um Infrastruktur und Lebensgrundlagen wirtschaftlichen und aussenpolitischen Argumenten gegenüber.

Änderung des Zivildienstgesetz

Die Änderung des Zivildienstgesetzes startet mit einem knappen Ja-Vorteil in den Abstimmungskampf: 52 Prozent der Stimmberechtigten würden aktuell bestimmt oder eher zustimmen, 40 Prozent wären dagegen. Die Meinungsbildung ist erst mittel gefestigt, während die Pro-Argumente zur Sicherung der Einsatzfähigkeit der Armee klar mehrheitsfähig sind und die Gegnerschaft vor allem mit der Sorge vor einer unnötigen Schwächung des Zivildienstes ansetzt.

Überdurchschnittliche Beteiligung absehbar

Die Teilnahmeabsicht für die Abstimmung vom 14. Juni 2026 liegt aktuell bei 50 Prozent und damit über dem langjährigen Durchschnitt von 47.1 Prozent. Besonders stark mobilisiert sind ältere Stimmberechtigte, Personen mit sehr hohem Einkommen sowie Sympathisierende der Grünen, der SP und der SVP; zugleich zeigt sich eine regierungskritische Aufladung der frühen Mobilisierung. Details zur Erhebung gibt es hier.

So wurde untersucht:

Die Ergebnisse basieren auf einer Umfrage im Rahmen der SRG-Trendumfragen. Erhebungszeitraum: 20. April-3. Mai 2026. Befragt wurden stimmberechtigte Personen in der ganzen Schweiz. Stichprobengrösse: 19 728. Methode: Mixed-Mode (CATI, Online, Boomerang). Alle Angaben gelten bei einer Wahrscheinlichkeit von 95 Prozent mit einem Unsicherheitsbereich von ±2,8 Prozentpunkten.

Im hier verlinkten Cockpit finden Sie zusätzlich zu den detaillierten Resultaten Hintergrundinformationen zu den Vorlagen, zur Theorie und zur Methode der SRG-Trendumfrage.


Sie haben Fragen zu diesem Beitrag? kontaktieren Sie unsere Expertin oder unseren Experten zu Hintergründen, Einordnungen sowie den eingesetzten Methoden und Modellen.

Martina Mousson

Martina Mousson

Projektleiterin


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