Switzerland 2038 – Zustimmung entsteht dort, wo Finanzierung, Vertrauen und Umsetzung als glaubwürdig wahrgenommen werden

30.04.2026 | Corina Schena, GFS Bern

Aktuell unterstützt eine Mehrheit der Schweizer Stimmbevölkerung eine Kandidatur für Olympische und Paralympische Winterspiele 2038. Gleichzeitig bewegt sich das Projekt in einem Spannungsfeld zwischen interessierter Offenheit und grundsätzlichen Vorbehalten. Ob sich diese Mehrheit stabilisiert, hängt davon ab, wie glaubwürdig Chancen und Risiken eingeordnet werden.

Mehrheit vorhanden, Aufmerksamkeit hoch

Die Kandidatur für Olympische und Paralympische Winterspiele 2038 trifft aktuell auf eine mehrheitliche Zustimmung in der Schweizer Stimmbevölkerung. 61 Prozent würden bei einer Abstimmung ein «Ja» in die Urne legen. Gleichzeitig ist das Projekt breit im öffentlichen Bewusstsein verankert: Rund drei Viertel der Bevölkerung haben davon gehört. Diese hohe Reichweite schafft die Grundlage für eine vertiefte Meinungsbildung, die noch nicht abgeschlossen ist und stark von der weiteren Entwicklung abhängt.

Konkreter Nutzen überzeugt, grundsätzliche Skepsis bleibt

Die Zustimmung basiert vor allem auf greifbaren Argumenten. Die vorhandene Infrastruktur, die dezentrale Durchführung und der gesellschaftliche Nutzen – etwa für Nachwuchs und Zusammenhalt – werden breit anerkannt. Gleichzeitig bestehen grundlegende Vorbehalte. Diese richten sich insbesondere gegen internationale Strukturen wie das IOC, gegen mögliche Kostenfolgen und gegen ökologische Fragen. Die Kritik ist damit weniger projektbezogen als systemisch geprägt. Entscheidend ist, dass konkrete und nachvollziehbare Vorteile stärker überzeugen als abstrakte Versprechen.

Finanzierung und Vertrauen als Schlüssel

Die zentrale Trennlinie in der Meinungsbildung verläuft entlang der Finanzierungsfrage. Wer von einer privat getragenen und risikoarmen Umsetzung ausgeht, unterstützt die Kandidatur deutlich häufiger. Wer hingegen finanzielle Risiken für die öffentliche Hand erwartet, lehnt sie eher ab. Eng damit verbunden ist das Vertrauen in die verantwortlichen Akteure. Höheres Vertrauen in den Verein «Olympische und Paralympische Winterspiele Schweiz 2038» erhöht die Offenheit gegenüber dem Projekt und steigert die Wahrscheinlichkeit einer Zustimmung.

So wurde untersucht

Die Resultate basieren auf einer repräsentativen Befragung von 1’007 Personen der Schweizer Wohnbevölkerung ab 16 Jahren. Die Erhebung fand zwischen dem 6. und 20. März 2026 statt und kombinierte Online-Panel und telefonische Interviews. Die Daten wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Schweiz. Der Stichprobenfehler beträgt ±3.1 Prozentpunkte.

 

  • Den vollständigen Bericht können Sie hier herunterladen.

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Corina Schena

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Projektleiterin


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