Super-Sunday: Rekordverdächtige Stimmbeteiligung

27.09.2020 | Valentina Rötheli

Begrenzungsinitiative, Jagdgesetz, Kinderabzüge, Vaterschaftsurlaub und Kampfjets: Die fünf Abstimmungsvorlagen vom 27. September 2020 haben die Schweizer Stimmbürger*innen sichtlich bewegt und an die Urnen – respektive Corona-bedingt an die Briefkästen – gebracht. Es resultierte eine rekordverdächtige Stimmbeteiligung von 58 Prozent gemäss SRG SSR Hochrechnung.

58 Prozent aller Stimmberechtigten haben ihre Pflicht wahrgenommen und haben am 27. September 2020 abgestimmt. Dies ist zwar nicht der absolute Höchstwert seit 2000, einen Podestplatz ist aber allemal drin.

Im Vergleich zu allen Abstimmungen seit 2000 liegt die aktuelle Stimmbeteiligung auf dem dritten Rang. Höhere Beteiligung gab es an der Abstimmung im Februar 2016, an der das Stimmvolk die Durchsetzungsinitiative abgelehnt hat und im September 2002, als das Stimmvolk dem UNO-Beitritt zugestimmt hat. Die Stimmbeteiligung liegt höher als bei der Abstimmung zur Masseneinwanderungsinitiative 2014 (56,6 Prozent) und etwas unter der Beteiligung bei der Abstimmung zur Durchsetzungsinitiative 2016 (63,7 Prozent).

Offensichtlich haben die Themen der fünf Vorlagen zu einer im Verhältnis zu den vergangenen Abstimmungen äusserst hohen nationalen Beteiligung geführt.