Die vierthöchste Stimmbeteiligungen seit Einführung des Frauenstimmrechts | GFS Bern

Die vierthöchste Stimmbeteiligungen seit Einführung des Frauenstimmrechts

28.11.2021 | Cloé Jans

Die Hochrechnung ergibt eine Beteiligung von 65 Prozent (+/- 2Prozent Fehlerbereich, Stand 15 Uhr). Der heutige Abstimmungssonntag bringt somit die vierthöchste Stimmbeteiligung seit Einführung des Frauenstimmrechts im Jahr 1971 mit sich.

Damit liegt die durchschnittliche Stimmbeteiligung in den letzten zwei Jahren deutlich über dem Durchschnitt seit 2000. Ein wesentlicher Grund für die hohe Stimmbeteiligung ist die Corona-Pandemie, die viel Aufmerksamkeit auf die Politik und die Funktion der Demokratie lenkt. Jede Abstimmung der letzten zwei Jahre ist damit immer auch ein stückweit ein Referendum über die Arbeit der Behörden im Zusammenhang mit der Pandemiebekämpfung.

Neben Corona dürfte zudem eine Rolle spielen, dass gesellschaftliche Debatten wie die Klimafrage oder die Gleichstellungsthematik das Interesse an Politik im Moment nicht nur in der Schweiz, sondern global erhöhen.

Zudem machen sich neue Formen der Vernetzung und Mobilisierung via Social Media langsam aber sicher auch politisch bemerkbar und sorgen für dynamische Kampagnen, Kommunikation und Diskussionen. Im November 2020 bei der Konzernverantwortungsinitiativen waren das die NGOs, die sich diesen Umstand zu Nutze gemacht haben, bei den agrarpolitischen Vorlagen im Juni 2021 der Bauernstand und jetzt die Gegner:innen der Covid-Vorlage.