Credit Suisse Fortschrittsbarometer 2019/2020

Das Credit Suisse Fortschrittsbarometer 2019 misst den Wunsch nach Fortschritt in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft rund um den Globus. Das zweite Credit Suisse Fortschrittsbarometer basiert auf einer repräsentativen Umfrage in 16 Ländern. Der Fragebogen für das Fortschrittsbarometer wurde 2018 in der Schweiz entwickelt und lanciert und 2019 auf globaler Ebene umgesetzt. gfs.bern arbeitete dazu mit lokalen Expert*innen aus dem Bereich Sozialwissenschaften und Journalismus zusammen, um den Fragebogen an den Kontext und die jeweiligen Besonderheiten jedes Landes anzupassen. In den drei Bereichen Wirtschaft, Gesellschaft und Politik wurden die Befragten gebeten, ihre Ansichten darüber zu teilen, wo in ihrem Land das Rad des Fortschritts beschleunigt werden, wo der Status Quo erhalten werden und wo hingegen Entwicklungen rückgängig gemacht werden sollen.

Die Länder, in denen Befragungen für das Fortschrittsbarometer durchgeführt wurden.

Die Länder, in denen Menschen für das Fortschrittsbarometer befragt wurden.

Das Fortschrittsbarometer misst den Wunsch nach Fortschritt in 16 Ländern rund um den Erdball. Dabei fallen vier Muster auf, wenn es um Fortschritt aus Perspektive der Bürgerinnen und Bürger geht:

  • Je höher der Stand der wirtschaftlichen Entwicklung, desto geringer fällt in den meisten Ländern die Fortschrittsbereitschaft aus. Das gilt vor allem für die anglosächsischen oder europäischen Länder unter den 16 untersuchten Nationen und betrifft neben der wirtschaftlichen auch die gesellschaftliche und die politische Dimension. Zwar besteht auch in stark entwickelten Ländern ein Vertrauen in wirtschaftliche Innovation, aber die Ängste vor Statusverlusten und von negativen Effekten vor Globalisierung vermischen sich mit einer vagen Hoffnung auf Verbesserung.
  • Wenn technischer Fortschritt und Nachhaltigkeit zusammenkommen, dann gibt es einen globalen Ruf nach Fortschritt. Dieser globalen Zeitgeist, der auch von der Klimajugend in die Welt getragen wird, versinnbildlicht zurzeit die Entwicklung der e-Mobilität besser als alles andere.
  • Ferner wird die politische Polarisierung wird weltweit als problematisch erachtet. Statt auf pragmatische Lösungen zu fokussieren, wird ein öffentlicher Kampf um Macht ausgetragen. Mehr Nachhaltigkeit ist somit auch auf der politischen Bühne gefragt. Nur so kann auch der Glauben an den Fortschritt von der Politik wieder befördert werden.
  • Neben globalen Trendthemen und Problemfeldern gibt es wirtschaftliche, gesellschaftliche, politische, aber auch kulturelle Nuancen der Fortschrittsbereitschaft. In Asien ist eine einheitlichere positive Sicht mit Fokus auf den wirtschaftlichen Fortschritt und Innovation oft prägend. Die pluralistischen Gesellschaften des Westens sind mit vielen Veränderungen kritischer und blicken gerne auch mit etwas Sehnsucht zurück.

Hier geht’s zur Online-Zusammenfassung des Credit Suisse Fortschrittsbarometer.

Hier finden Sie den detaillierten Schlussbericht mit Einzelkapiteln zu den Ländern.

Weitere Informationen zum Fortschrittsbarometer 2019 finden Sie auf der Website von Credit Suisse.