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Vorlage scheiterte an Energiestrategie 2050, individuellen Bedenken und inhaltlicher Überforderung
Nachanalyse Energiegesetz SO
Vorlage scheiterte an Energiestrategie 2050, individuellen Bedenken und inhaltlicher Überforderung

Die Stimmberechtigen des Kantons Solothurn haben am 10. Juni 2018 die Abstimmung zur Teilrevision des Energiegesetzes abgelehnt. Der Ja-Anteil lag im gesamten Kanton bei 29.5 Prozent.


Es viel den Solothurner Stimmberechtigten eher schwer, sich eine Meinung zum kantonalen Energiegesetz zu bilden. Die Komplexität der Vorlage und der Mangel an Informationen führte einerseits zu einer Abstimmungsabstinenz und andererseits zu einer erhöhten Ablehnung der Vorlage.


Einzig die Sympathisierenden von GPS und GLP legten mehrheitlich ein Ja in die Urne. Die Anhängerschaft der SP war gespalten, das CVP-Lager lehnte die Vorlage trotz Ja-Parole mehrheitlich ab. Die ablehnenden FDP und SVP konnten von einer hohen Parolentreue ihrer Anhängerschaften profitieren.


Inhaltlich scheiterte die Vorlage einerseits an der Meinung gegenüber der Energiestrategie 2050: Wer dieser ablehnend gegenüberstand, legte fast flächendeckend auch 2018 ein Nein in die Urne. Die kantonale Vorlage ging sogar vielen Befürwortenden der Energiestrategie 2050 zu weit.


Andererseits ist das deutliche Scheitern auf die Erwartung individueller Nachteile zurückzuführen. Vor allem der als zu stark wahrgenommene Eingriff ins Privateigentum und die Befürchtung höherer Mieten befeuerten das Nein.


Die Ablehnung der Vorlage ist kein generelles Veto gegen eine Revision. 68 Prozent wünschen sich einen neuen Vorschlag der Behörden. Dieser sollte jedoch verstärkt auf Anreizsysteme und Zielvorgaben statt Vorschriften und Verbote setzen.


Die Ergebnisse der Befragung "Nachanalyse Energiegesetz SO" basieren auf einer repräsentativen Befragung von 1'000 Stimmberechtigten aus dem Kanton Solothurn durch gfs.bern. Die Befragung wurde zwischen dem 18. Juli und dem 7. August 2018 mittel computergestützten Telefoninterviews (CATI) durchgeführt.

Kunde
Kanton Solothurn
Zitierweise
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Nachanalyse Energiegesetz von gfs.bern im Auftrag des Kantons Solothurn"
Grundgesamtheit
Stimmberechtigte des Kantons Solothurn
Herkunft der Adressen
RDD Festnetz
Art der Stichprobenziehung
Random-Quota, Geburtstagsmethode im Haushalt
Erhebungsart
CATI
Befragungszeitraum
18.07.2018 - 07.08.2018
Realisierte Interviews
1000
Vertrauensintervall für Gesamtstichprobe
±3.2 Prozentpunkte bei 50/50 und 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit
Quotenmerkmale
Geschlecht/Alter interlocked, Teilnahme
Gewichtung nach
Geschlecht/Alter interlocked, Teilnahme, Resultat, Parteiaffinitäten
Hauptautor
Co-Autoren
  • Jonas Philippe Kocher
Team
  • Alexander Frind
  • Katrin Wattenhofer
  • Daniel Bohn
  • andere Mitwirkende
 
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