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Gesundheitswesen Schweiz: Neu im Zeichen des Kostendrucks
Wichtigstes in Kürze und Präsentation zum Gesundheitsmonitor 2016
Gesundheitswesen Schweiz: Neu im Zeichen des Kostendrucks

Transparenz über die Qualität von Spitälern bleibt für die Stimmberechtigten wichtig. Neu ist aber eine Mehrheit der Meinung, dass qualitativ gute Spitäler von der öffentlichen Hand finanziell belohnt werden sollen. Das Kostenbewusstsein hat gegenüber dem Vorjahr zugenommen, was zum Beispiel zu einer kritischeren Betrachtung der Ärztedichte führt. 60% sehen einen direkten Zusammenhang zwischen Ärztedichte und steigenden Prämien. Die Zufriedenheit mit dem Schweizer Gesundheitswesen ist trotzdem fast unverändert hoch.

Die Bilanz zum Schweizer Gesundheitswesen fällt 20 Jahre nach Einführung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) eindeutig aus: 81% der Stimmberechtigten haben einen sehr oder eher positiven Eindruck. Der Spitzenwert von 82% vom Vorjahr wird damit nur knapp verpasst, doch bestätigt sich die seit längerem steigende Zustimmung zum KVG, das ursprünglich von den Stimmberechtigten nur ganz knapp angenommen wurde. Ebenfalls konstant positiv wird die Qualität des Gesundheitswesens bewertet. Aktuell finden 75%, sie sei sehr gut oder gut.

Die Qualität der Leistungen und die Wahlfreiheit in der Versorgung haben für die Stimmberechtigten weiterhin oberste Priorität und werden höher gewichtet als der Preis. Die Forderung, wonach Krankenversicherer die finanziellen Risiken decken sollen und nicht sämtliche Leistungen, gewinnt erneut an Zuspruch. Dieser Trend passt zum gestiegenen Kostenbewusstsein: Neu werden erstmals die persönlichen Belastungen durch Zahnarztrechnungen, Arztrechnungen oder selbst bezahlte Medikamente subjektiv stärker wahrgenommen als die Belastung durch Krankenkassenprämien.

Die Ergebnisse der Befragung zum Gesundheitsmonitor 2016 basieren auf einer repräsentativen Befragung von 1210 Stimmberechtigten aus der ganzen Schweiz, welche gfs.bern im Auftrag der Interpharma durchgeführt hat. Die Befragung wurde zwischen dem 7. März und 8. April 2016 (Mean-Day: 17. März) mittels persönlicher Face-to-Face-Interviews realisiert.

Kunde
Interpharma
Zitierweise
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Gesundheitsmonitor 2016 von gfs.bern im Auftrag der Interpharma"
Grundgesamtheit
Stimmberechtigte in der ganzen Schweiz
Herkunft der Adressen
Strassenakquisition
Art der Stichprobenziehung
Randomstichprobe für Befragungsorte, Quotenstichprobe für Befragte
Geschichtet nach
Sprachregion/Siedlungsart
Erhebungsart
Face-to-Face
Befragungszeitraum
07.03.2016 - 08.04.2016
Realisierte Interviews
1210
Vertrauensintervall für Gesamtstichprobe
± 2.9 Prozentpunkte (95 %-Vertrauensintervall bei 50 %/50 %-Verteilung)
Quotenmerkmale
Geschlecht/Alter interlocked
Gewichtung nach
Sprachregion/Siedlungsart interlocked
Hauptautor
Co-Autoren
  • Urs Bieri
  • Jonas Philippe Kocher
Team
  • Stephan Tschöpe
  • Johanna Lea Schwab
  • Alexander Frind
  • Noah Herzog
 
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