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Bevölkerungsbefragung zur Volkswahl der Regierung in Liechtenstein
Im Auftrag der Unabhängigen für Liechtenstein (du) befragte das Forschungsinstitut gfs.bern die Liechtensteiner Stimmberechtigten. Erhoben werden sollten einerseits die aktuellen Prädispositionen zur Volkswahl der Regierung, andererseits der aktuelle Stand der Meinungsbildung, der Perzeptionen, der Entscheidabsichten sowie der Argumentakzeptanz rund um eine Volkswahl der Liechtensteiner Landesregierung. Die Befragung wurde zwischen dem 16. und 24. Februar 2016 telefonisch durchgeführt. Befragt wurden 811 Liechtensteiner Stimmberechtigte.
Bevölkerungsbefragung zur Volkswahl der Regierung in Liechtenstein

Die Haupterkenntnisse der Studie sind:

  • Die Liechtensteiner Stimmberechtigten zeigen sich weitestgehend zufrieden mit der Arbeit der aktuellen Regierung und setzen mehrheitlich Vertrauen in diese.
  • Entscheidend dafür, ob man eine Person in die Liechtensteiner Regierung wählen würde oder nicht sind persönliche Merkmale einer/eines Kandidierenden, wie die Kompromissfähigkeit, sprachliche und rhetorischen Fähigkeiten und die Ausbildung einer Person.  Politische Merkmale, wie die Parteizugehörigkeit, der politische Standpunkt einer Person oder die politische Ausgewogenheit der Gesamtregierung sind dagegen zweitrangig oder gar unwichtig.
  • Grossmehrheitlich sieht man die Ausdifferenzierung der Liechtensteiner Parteienlandschaft, weg von einem Zweiparteiensystem hin zu einem Mehrparteiensystem, als positiv.
  • Die Bereitschaft, sich an einem Urnengang zur Direktwahl der Regierung zu beteiligen, fällt zum aktuellen Zeitpunkt, zu dem keine wirkliche Vorlage mit dieser Forderung vorliegt, sehr hoch aus. Rund drei Viertel der Liechtensteiner Stimmberechtigten würden sich bestimmt an einer solchen Abstimmung beteiligen.
  • Aktuell spricht sich eine gute Zweidrittelmehrheit der Liechtensteiner Stimmberechtigten für die Direktwahl der Regierung aus.
  • Für eine Volkswahl spricht, dass man sich weniger Parteipolitik und mehr Sachpolitik wünscht sowie mehr Einfluss des Volkes. Gegen eine Volkswahl spricht, dass man nichts Bewährtes aufs Spiel setzen will.
  • Zur Ausgestaltung einer allfälligen Direktwahl der Regierung, gibt es klare Vorstellungen: Die Liechtensteiner wollen nicht nur die Regierung, sondern auch den Regierungschef durch das Volk bestimmen lassen, und dies mittels Majorzverfahren, so dass die fünf Personen mit den meisten Stimmen unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit gewählt sind. Ein System, in welchem das Volk zwar die Regierung wählt, der Landtag aber den Regierungschef bestimmt, stösst auf Ablehnung.

Dokumente

Kunde
Die Unabhängigen für Liechtenstein (du)
Zitierweise
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Auszug aus der Forschungsarbeit von gfs.bern"
Grundgesamtheit
Stimmberechtigte des Fürstentums Liechtenstein
Herkunft der Adressen
Telefonverzeichnis der Swisscom (mehrere Jahrgänge gepoolt)
Art der Stichprobenziehung
Random-Quota; Geburtstagsmethode im Haushalt
Erhebungsart
CATI
Befragungszeitraum
16. Februrar 2016 - 24. Februar 2016
Realisierte Interviews
811
Vertrauensintervall für Gesamtstichprobe
±3.5 Prozentpunkte bei 811 Stimmberechtigten bei 50/50 und 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit
Quotenmerkmale
Geschlecht/Alter interlocked
Gewichtung nach
Partei
Hauptautor
Co-Autoren
  • Carole Gauch
Team
  • Jonas Philippe Kocher
  • Stephan Tschöpe
  • Aaron Venetz
  • Alexander Frind
  • Noah Herzog
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