Anmelden
DE  Ι  FR  Ι  EN
Fragen und Antworten

gfs.bern wird vorgeworfen, die VOX-Analyse sei unter der Hand vergeben worden und werde nun ausgeschrieben. Wie sehen die Fakten aus?

Die VOX-Analysen als Nachanalysen der eidgenössischen Abstimmungen gehen auf eine private Initiative zurück und sind eine eingetragene Marke. Schrittweise wurde die VOX-Partnerschaft erweitert und die führenden politikwissenschaftlichen Institute der Universitäten Bern, Zürich und Genf eingebunden. Die Entwicklung von Methode und Analyse sollte dabei aber Aufgabe der VOX-Partnerschaft bleiben.

Der Bund beteiligt sich seit 1987 im Auftrag des Bundesrats finanziell an den seit den siebziger Jahren bestehenden VOX-Analysen der "Forschungsgemeinschaft VOX-Analysen". Die "Forschungsgemeinschaft VOX-Analysen" setzt sich zusammen aus den politikwissenschaftlichen Instituten dreier schweizerischer Universitäten, den Universitäten Zürich, Bern und Genf, sowie dem Meinungsforschungsinstitut gfs.bern.

Der Bundesrat hatte die BK 1986 beauftragt, einen Vertrag mit der "Forschungsgemeinschaft VOX-Analysen" auszuarbeiten. Die Vergabe erfolgte freihändig und korrekt gemäss Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen (BöB). Gemäss BöB, Art. 13, ist eine freihändige Vergabe möglich, wenn, wie im vorliegenden Fall, aus Gründen des Schutzes des geistigen Eigentums nur ein Anbieter oder eine Anbieterin in Frage kommt.

Ende des letzten Jahres hat die Bundeskanzlei entschieden zu klären, die Erneuerung des Vertrags, die bisher mit der "Forschungsgemeinschaft VOX-Analysen" abgeschlossen wurde, öffentlich auszuschreiben. Die Bundeskanzlei klärt in diesem Zusammenhang, ob eine repräsentative Analyse von eidgenössischen Abstimmungen öffentlich ausgeschrieben werden soll.

Siehe auch "Was ist die VOX-Analyse und welche Rolle spielt gfs.bern dabei?"

«Umfragen sind unverzichtbar, werden aber auch oft falsch verstanden. Das führt auch zu Kritik. Antworten auf die wichtigsten Fragen.»