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Fragen und Antworten

Die VOX-Analyse analysierte bei den 18-29jährigen eine Stimmbeteiligung von 17 Prozent. Das stellte sich danach als falsch heraus. Was ist hier Sache?

Die VOX-Nachanalyse wies für die Stimmbeteiligung von Personen unter 30 Jahren einen Wert von 17% aus. Dieser Wert kontrastiert mit der punktuell herausgegriffenen, realen Beteiligung aus verschiedenen Stadtkantonen und Städten. Exemplarisch ist der Wert für den Kanton Genf 41%. Die VOX-Forschungsgemeinschaft erachtet diese Diskrepanz als relevant und nimmt sie ausgesprochen ernst. Die Diskussion innerhalb der VOX-Partnerschaft (siehe dazu auch "Was ist die VOX-Analyse und welche Rolle spielt gfs.bern dabei?") ergab keinen Hinweis auf ein Problem bei der Umfrage, sondern auf ein Problem der Gewichtung. Aus verschiedenen Gründen müssen wir die Stimmbeteiligung gewichten, weil unsere Befragungen jeweils zuviel Stimmende ausweisen. Dazu wenden wir seit 14 Jahren den gleichen Faktor an, der für die Gesamtstichprobe gute Ergebnisse liefert. Der Gewichtungsfaktor lieferte bei einzelnen Gruppen wie den Jungen nicht realistische Ergebnisse.
Lösung:
Um die Aussagekraft zur Beteiligung der Altersgruppen zu erhöhen, ist die VOX-Partnerschaft am 28. April 2014 übereingekommen, eine neue Methodik zur Gewichtung der Teilnahme anzuwenden. Dieses Gewichtungsverfahren macht sich die bestehenden Stimmregisterdaten in den verschiedenen Sprachregionen zunutze. Sie soll von der nächsten VOX-Analysen an zur Anwendung kommen. Mittelfristig sind weitere Massnahmen zur breiteren Abstützung der Gewichtung der Stimmbeteiligung und zur Datenerhebung vorgesehen.

«Umfragen sind unverzichtbar, werden aber auch oft falsch verstanden. Das führt auch zu Kritik. Antworten auf die wichtigsten Fragen.»