Persönliches Interview (Face-to-Face)
Wir setzen persönliche Interviews vor allem bei langen Interviews, das heisst 30-60-minütigen Befragungen ein. Das ist aber nur möglich, wenn das Bevölkerungsinteresse am Thema gegeben ist, oder wenn es um ganz spezifische Gruppen von Befragten geht. Zur Unterstützung der Informationsgewinnung können auch visuelle Hilfsmittel eingesetzt werden. Das ist vor allem für anspruchsvolle Interviews von Vorteil, und es erhöht die Antworthäufigkeiten bei eher sprachschwachen Befragten.
Die Organisationen mündlicher Befragungen ist allerdings sehr aufwändig, die Kosten sind höher, wenn ausgedehnte Reisen damit verbunden sind, und kurze Interviews lohnen sich hier kaum. Zum Einsatz dürfen nur instruierte BefragerInnen gelangen, denn die Befragungssituation ist durch den direkten Kontakt ausgesprochen hoch. Die mögliche Einflussnahme durch die BefragerIn kann nicht ganz ausgeschlossen werden, und gleichzeitig ist die Supervision durch die dezentrale Durchführung nur beschränkt möglich. Wir kontrollieren rund 10 Prozent der mündlich realisierten Interviews telefonisch nach.
