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Unterstützung von Atom- und Wasserkraft im Rahmen der Energiestrategie 2050 akzeptiert
Gemäss einer Umfrage von gfs.bern im Auftrag der Axpo wünschen sich die Schweizer Stimmberechtigten bei der Umsetzung der Energiestrategie 2050 ein pragmatisches Vorgehen: Eine Mischung aus inländischem und ausländischem Strom ist breit akzeptiert. Die Schweizer Stimmberechtigten sind bereit, für ökologischen und inländischen Strom mehr zu bezahlen. Der Staat hat im Gegenzug die Versorgungssicherheit sicherzustellen, Kohlestrom aus dem Ausland zu verhindern und der inländischen Stromindustrie bei finanzieller Schieflage unter die Arme zu greifen. Diese Unterstützung umfasst die Wasserkraft, aber auch Atomkraftwerke, die so lange laufen sollen bis genügend erneuerbare Energie vorhanden ist.
Unterstützung von Atom- und Wasserkraft im Rahmen der Energiestrategie 2050 akzeptiert

Die Schweizer Stimmberechtigten gehen pragmatisch mit den Folgen der beschlossenen Energiestrategie 2050 auf die Stromproduktion um. Eine Mehrheit geht davon aus, dass die Schweizer Stromproduktion auf längere Zeit den Strombedarf in der Schweiz nicht selber erfüllen kann. Mehrheiten wünschen sich eine Erhöhung des Anteils interner Produktion, die Vollversorgung ist aber nur am Rande ein Wunsch. Augenscheinlich ist man in der Bevölkerung bereit, der Umstellung der Stromproduktion in der Schweiz die nötige Zeit zu lassen und sich in dieser Zeit auch durch ausländischen Strom zu behelfen.

 

Getrieben wird die aktuelle Vorstellung gegenüber der Stromproduktion in der Schweiz hauptsächlich durch den Willen langfristig aus der Atomenergie auszusteigen und dafür auch einen Mehrpreis für inländischen und ökologischen Strom in Kauf zu nehmen. Hingegen bestätigt die Umfrage die Haltung der Stimmenden bei der Ablehnung der Atomausstiegsinitia-tive im Herbst 2016. Ein vorzeitiges Abschalten der AKW wird klar abgelehnt. Kritisch beurteilt wird hingegen die Energiestrategie immer dann, wenn Ängste zu Stromunterbrüchen und Bedenken gegenüber überdurchschnittlichen Stromimporten im Winter geäussert werden. 

 

Eine Fehlwahrnehmung in der Bevölkerung finden wir bei der Rentabilität der Schweizer Stromproduktion. So wird sowohl der Atom- wie auch der Wasserkraft Rentabilität zugeordnet, der Atomkraft sogar eine grosse. Allerdings scheint diese Vorstellung nicht stark gefestigt. Bereits der Hinweis auf die schlechte Renditesituation im Interview löst grossmehrheitlichen Wunsch nach staatlicher Stützung aus, gerade auch der Atom- und Wasserkraft. Die Schweizer Stimmberechtigten wünschen sich entschieden keinen Verkauf der Schweizer Kraftwerke an ausländische Eigentümer oder eine Konkurssituation in der Schweiz.

 

Für Nachfragen: Urs Bieri, Co-Leiter gfs.bern, 031 311 08 06


 


Kunde
Axpo AG
Zitierweise
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Auszug aus der Forschungsarbeit von gfs.bern"
Grundgesamtheit
Stimmberechtigte
Herkunft der Adressen
Stichprobenplan Gabler/Häder für RDD/Dual-Frame; unter Ausschluss der Swiss-Interview-Liste
Art der Stichprobenziehung
Random-Quota; Geburtstagsmethode im Haushalt
Erhebungsart
CATI
Befragungszeitraum
11.10.2017 - 20.10.2017
Realisierte Interviews
1001
Vertrauensintervall für Gesamtstichprobe
±3.2 Prozentpunkte bei 50/50 und 95-prozentiger Wahrscheinlichkeit
Quotenmerkmale
Sprachregion, Alter/Geschlecht interlocked, Festnetz/Handy
Gewichtung nach
Dual-Frame-Gewichtung, Designgewichtung nach Sprachregion, zusätzliches Redressement nach Partei
Hauptautor
Team
  • Urs Bieri
  • Jonas Philippe Kocher
  • Stephan Tschöpe
  • Alexander Frind
  • Noah Herzog
  • Katrin Wattenhofer
 
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