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TCS-Reisebarometer 2018

Abnehmende Sicherheitsbedenken fördern Entdeckungslust

TCS-Reisebarometer 2018

Andere Kulturen kennenlernen, sich Erholen und eine gute Zeit mit Familie oder Partner verbringen ist für die Bevölkerung der Schweiz besonders wichtig, wenn es ums Reisen geht. Eine Mehrheit sagt von sich zudem auch, dass sie aufgrund der vielen Unsicherheiten in der Welt beim Reisen vorsichtiger geworden sind, dass die Terrorgefährdung ein relevanter Aspekt ist, der bei der Planung einer Reise berücksichtigt wird und dass man sich auf Neuigkeiten zu Krankheiten und Erreger achtet. Obwohl das Bewusstsein um diese Gefahren bei einer Mehrheit vorhanden ist, ist im Vergleich zum letzten Befragungsjahr keine Akzentuierung der Problematik zu beobachten. Im Gegenteil, die Situation hat sich in der Wahrnehmung der Befragten leicht entspannt.

Mit ein Grund für die entspanntere Wahrnehmung des Themas Reisen  ist auch, dass die Nachrichten im letzten Jahr weniger stark als noch 2016 durch Schreckensereignisse aus dem internationalen Umfeld geprägt waren. Ganz grundsätzlich konnten sich die Befragten weniger an Neuigkeiten zum Thema Reisen erinnern als 2017. Die sich leicht entspannende Sicherheitslage schafft wieder mehr Raum für Entdeckungsreisen und Abenteuer. Im Vergleich zu 2017 wird diese Form des Unterwegsseins als deutlich attraktiver bewertet. An Beliebtheit eingebüsst haben stattdessen die Städtereisen.

Aus einer Liste von insgesamt fünfzehn Reisedestinationen werden jene in der Schweiz als die Attraktivsten bewertet. Graubünden gewinnt Gold, das Tessin die Silbermedaille und das Wallis Bronze.

Nur eine Minderheit der befragten Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz gibt an, sich fürs Reisen einmal eine längere Auszeit genommen zu haben oder aber, dass Ferien für sie ein kaum erschwinglicher Luxus darstellen. In diesem Sinne sind das zwei Extrempositionen. Die Frage, ob man sich Reisen überhaupt leisten kann, ist primär eine Frage der Schicht: Personen mit tiefem Einkommen und/oder Bildung bekunden eher Mühe, als der Rest der Bevölkerung. Ausserdem können sich ganz Junge oder Pensionäre das Reisen weniger leisten als Leute, die mitten im Berufsleben stehen.

Im Gegensatz dazu fällt der Entscheid, sich eine längere Auszeit fürs Reisen zu nehmen unabhängig von der sozialen Schicht. Stattdessen ist es eine kulturelle Frage: Das Konzept des Sabbaticals ist nämlich primär bei Schweizern verbreitet (im Gegensatz zu Einwohnern ohne Stimmberechtigung) und offensichtlich in der Deutschschweiz besonders beliebt. Personen, die in de Romandie oder im Tessin wohnen, geben von sich deutlich weniger an, sich schon einmal eine Auszeit genommen zu haben.

Kunde
TCS Schweiz
Zitierweise
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Auszug aus der Forschungsarbeit von gfs.bern"
Grundgesamtheit
Bevölkerung der Schweiz / TCS Mitglieder
Herkunft der Adressen
RDD Festnetz / TCS SChweiz
Art der Stichprobenziehung
Random-Quota; Geburtstagsmethode im Haushalt
Befragungszeitraum
15. Januar 2018 - 05. Februar 2018
Realisierte Interviews
N Bevölkerung = 1000 / N TCS Mitglieder = 1645
Quotenmerkmale
Sprache, Alter/Geschlecht interlocked, Festnetz und Handy
Gewichtung nach
Dualframe-Gewichtung, Designgewichtung nach Sprachregion, zusätzliches Redressement Kanton
Hauptautor
Team
  • Stephan Tschöpe
  • Aaron Venetz
  • Noah Herzog
 
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