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Momentum in der Patientennachfrage nicht verpassen
Medienwandel und Apps stärken die Nachfrage nach elektronischen Lösungen im Gesundheitssystem.
Momentum in der Patientennachfrage nicht verpassen

Seit 2009 wird im Rahmen der InfoSocietyDays das Swiss eHealth Barometer erstellt. Dabei wird dem aktuellen Stand und der Entwicklung von eHealth in der Schweiz auf den Grund gegangen. Befragt werden dafür Ärztinnen und Ärzte, IT-Verantwortliche in Spitälern, Apotheker und Apothekerinnen, Verantwortliche von Alters- und Pflegeheimen, eHealth-Verantwortliche in Kantonen, IT-Verantwortliche in Kantonalverbänden von Curaviva und Angestellte von NPO-Spitex-Basisorganisationen. 2013 kam zusätzlich zur Befragung der Gesundheitsakteure eine Erhebung bei Schweizer Stimmberechtigten hinzu.
 
Zentrale Ergebnisse sind die Folgenden:
 
eHealth: Steigende Nachfrage durch Diffusion der Angebote adressieren
Elektronische Angebote im Gesundheitsbereich gewinnen im Vergleich zum letzten Jahr deutlich an Bekanntheit in der Bevölkerung. 62 Prozent der Stimmberechtigten finden es bei der Arztwahl sehr oder eher wichtig, Rezepte via E-Mail anfordern zu können, 56 Prozent möchten gerne online Arzttermine vereinbaren können. In der Patientennachfrage nach Technologien und Angeboten im Bereich von eHealth ist demnach eindeutig Bewegung erkennbar. Bei den Gesundheitsfachpersonen geht die Entwicklung deutlich langsamer vonstatten. Zwar verfügen immer mehr Organisationen über eine eigene Strategie zur Umsetzung von eHealth, die Diffusion der Angebote von den Entwicklern und IT-SpezialistInnen zu den behandelnden Gesundheitsfachpersonen ist aber noch nicht sehr weit fortgeschritten.

 

Gemeinsame Standards: Nach der Erarbeitung nun die Implementierung
Bei allen Gesundheitsfachpersonen ist das Interesse an eHealth hoch. Ebenfalls hoch ist  aber der Bedarf nach Weiterbildungen und das grundsätzliche Aufklärungspotential im Bereich eHealth. Unsicherheiten bestehen insbesondere bezüglich der geltenden Standards rund um die Umsetzung. Im Rahmen der Verabschiedung des Eidgenössischen Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier (EPDG) im Sommer 2015 durch National- und Ständerat, wurden solche Standards erarbeitet, eine Mehrheit bei allen befragten Gruppen von Gesundheitsfachpersonen ist aber der Meinung, der Stand der Arbeiten im Zusammenhang mit eHealth sei wenig oder gar nicht weit fortgeschritten.

 

Elektronisches Patientendossier
2017 ist erstmals eine Mehrheit der Stimmberechtigten grundsätzlich bereit, ein elektronisches Patientendossier zu eröffnen. Zwar fassen immer mehr Stimmberechtigte eine Eröffnung im Internet ins Auge, die Rolle des Hausarztes als "Gate Keeper" ist aber unangetastet. Gerade bei der Praxisärzteschaft ist die Zurückhaltung gegenüber eHealth generell und dem elektronischen Patientendossier konkret aber am ehesten spürbar – einerseits weil die aktuellen Lösungen zu wenig praxisnah sind, andererseits auch aus Bedenken gegenüber dem Schutz der Daten ihrer Patienten.  Aktuell sind insbesondere die Behörden sowie die IT-Fachpersonen in den grösseren Institutionen in Umsetzungsprojekte involviert.

 

Kunde
InfoSocietyDays
Zitierweise
Verwendung unter Quellenangabe gestattet, zitierweise "Auszug aus der Forschungsarbeit von gfs.bern"
Grundgesamtheit
Stimmberechtigte/Ärzte, IT-Verantwortliche in Spitälern, Apotheker, Verantwortliche in Alters- und Pflegeheimen, IT-Verantwortliche in Kantonen, IT-Verantwortliche in Kantonalverbänden von Curaviva, NPO-Spitex-Basisorganisationen
Hauptautor
Co-Autoren
  • Martina Mousson
  • Cloé Jans
Team
  • Stephan Tschöpe
  • Alexander Frind
  • Noah Herzog
 
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