In der Berichterstattung von SRF am Abstimmungssonnstag vom 13. Februar 2011 kommt es zu einer Neuerung: Hochrechnet wird nicht nur die eidgenössischen Volksabstimmung über die Initiative "Für den Schutz vor Waffengewalt", sondern auch die kantonale Abstimmung in Bern über die Erneuerung des Kernkraftwerkes Mühleberg.
Energiefragen haben momentan Konjunktur. Das hängt auch mit der anstehenden Volksabstimmung im Kanton Bern zusammen, wo über die Fortsetzung des Kernkraftwerkes in Mühleberg entschieden wird.
Obwohl es sich nur um eine Konsultativ-Abstimmung handelt, ist die Aufmerksamkeit aus verschiedenen Gründen gross: Einmal ist es seit längerem die erste Volksabstimmung über Kernenerige, die durchaus ihre Bedeutung für die künftige Nutzung dieses Energieträgers in der Schweiz hat. Sodann ist es ein faktischer Vorentscheid für den Planungsprozess der zwei vorgesehenen neuen Kernkraftwerke. Schliesslich geht es um einen Test für die bernische Politik, weil sich gerade in dieser Frage der Regierungs- und der Grosse Rat seit längerem in den Haaren liegen.
Heute wurde entschieden, dass am Abstimmungssonntag erstmals auch eine kantonale Hochrechnung gemacht wird. Denn die Mühleberg-Frage ist mit ihrer Politisierung in den letzten Wochen definitiv zu einem national relevanten Thema geworden.
Bei der Hochrechnung eingesetzt wird ein spezielles Verfahrungen der Auswahl von Referenzgemeinden, das Stephan Tschöpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Forschungsinstitut gfs.bern im Zusammenhang mit bernischen Wahlen und Abstimmungen entwickelt hat.
Genauere Informationen folgen rechtzeitig vor der Volkabstimmung vom 13. Februar 2011.